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Mexica

Bewertung

 

Nur nicht das Wasser abgraben lassen

Tenochtitlan hieß die Hauptstadt der Azteken, die im Jahr ihrer Eroberung und Zerstörung durch Hernán Cortés, 1521, immerhin stolze 200000 Einwohner zählte. All dies erfahren wir in der Spielanleitung zu dem neuen Ravensburger-Spiel „Mexica“, und der Traum, diese Stadt wieder errichten zu können, liegt denn auch der Spielidee zugrunde.

Im Spielgeschehen selbst wird das Stadtgebiet erst einmal in Bezirke unterteilt. Dies geschieht durch Kanäle, was der Aztekenstadt ein gewisses venezianisches Flair verleiht. Wer Bezirke gründet und in den Bezirken Gebäude baut, sammelt eifrig Punkte und steuert dem Sieg entgegen. Die Grundidee des Spiels ist somit nicht so wahnsinnig neu und aufregend. Im Detail jedoch ergeben sich zahlreiche taktische Feinheiten und Winkelzüge, die den eigentlichen Reiz des Spiels ausmachen. Brücken über bestehende Kanäle vergrößern die Mobilität der eigenen Spielfigur. Umgekehrt ist es aber auch möglich, dass diese durch Bauten und Spielfiguren der Mitspieler in einem Bezirk „festgesetzt“ wird. Dann sind mitunter aufwändige Manöver nötig, soll der eigene Pöppel nicht in irgendeiner Ecke versauern. Hier ist eine vorausschauende Planung nötig, um sich die nötige Mobilität zu bewahren. Holzauge, sei wachsam!

Die angegebene Spielzeit von einer guten Stunde lässt sich durchaus einhalten, so dass sich das Spiel nicht zu sehr in die Länge zieht. Die farbliche Kombination von einem blau-grün-bräunlichen Spielbrett mit knatschgelben oder –orangen Gebäuden tut jedoch arg weh. Das muss doch nicht sein, oder?

„Mexica“ ist ein taktisches Ravensburger-Spiel für 2 – 4 Personen ab 10 Jahren und kostet etwa 40 Euro.

 

Burkhard Labusch